Zum Andenken an den Bau des Wasserwerkes 1896 beschlossen die Stadtverordneten die Errichtung des Wittekinddenkmals. Das passt, orientiert sich das Denkmal doch an der Sage des Quellwunders, das den Sachsenherzog letztendlich zum Übertritt zum Christentum bewegen sollte. Die Idee für das Denkmal stammt von Wefing selbst, der bereits für den Alten Markt ein Denkmal geschaffen hatte. Nach seinen eigenen Worten sollte es seine Lebensaufgabe werden. Ab 1894 schrieb er an den Landrat von Borries und Bürgermeister Quentin mehrere Briefe, in denen er den Bau des Denkmals anregte. Es bildete sich ein 38 Mitglieder starkes Komitee mit Landrat von Borries als Vorsitzenden, Prof. Böckelmann als Schriftführer und C. Kranefuß sen. als Schatzmeister. Im Spätherbst 1897 wurde das Fundament gelegt. Zwischen Ostern und Pfingsten trafen die Felsblöcke ein. Die Arbeiten an den Blöcken zogen sich wider Erwarten lange hin, so dass der bereits bekannt gegebene Termin verschoben werden musste.
"Der Heimat", so sagte Professor Wefing, "die mit Hingabe und Eifer die Mittel aufbrachte, um dem Sachsenherzog ein Denkmal zu errichten, habe ich meine besten Kräfte gewidmet, um das Vertrauen zu rechtfertigen, das sie in mich gesetzt hat. Das Werk ist vollendet. Ich übergebe es der Heimat mit dankerfülltem Herzen. Möge es sein und bleiben ein Denkmal westfälischer Kraft und Treue." Der Original-Widukind trug die Gesichtszüge Kaiser Wilhelm II. (1888-1918).
Am 25. Juni 1942 wurde das Denkmal demontiert. Einige Tage lag es noch auf dem Bauhofgelände der alten Gasanstalt am Renntor. Die Teile kamen anschließend zur Firma Wilhelm Raven in Dortmund. Dort wurde es auseinander geschnitten, die Eisenverstrebungen entfernt und die kupfernen Einzelteile in verschiedene Werke weitergeliefert.
Anfang 1946 berichtet die Neuen Westfälischen Zeitung mehrmals über das verschwundene Denkmal.
"Ein besonderer Wunsch der Bevölkerung in der Stadt Herford geht dahin, dieses Denkmal, das auch in zahlreichen Grundschullesebüchern abgebildet ist, wiederzubekommen. Die Stadtverwaltung bittet alle Fabrikanten, die von der Firma Raven in Dortmund Kupfer bekommen haben, nachzuprüfen, ob nicht noch Teile des Wittekind-Denkmal vorhanden sind, damit das Denkmal sobald wie möglich wieder aufgebaut werden kann. Nachrichten über den Verbleib des Denkmals erbittet der Oberbürgermeister der Stadt Herford."
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