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"Ich möchte mit meinen Aktivitäten die bedeutsame Herforder Geschichte für alle Menschen erlebbar machen"

Heinrich Wemhöner, September 2000

 

Ein halbes Jahr nach der Eröffnung seines Hotels "Zur Fürstabtei", am 1. April 1999, plante Heinrich Wemhöner im Durchgang des Hauses eine Galerie mit historischen Ansichten Herfords zu schaffen.

Am 13. Februar begannen die Arbeiten. Der Alte Markt war das erste Motiv, das umgesetzt wurde.

Nach über 150 Arbeitsstunden war das Relief fertig, es war mit Abstand die aufwändigste Arbeit.

Der Stiftberg folgte. Es ist das einzige Thema, in dem eine Geschichte erzählt wird.
Als Berater fungierte auch Friedrich Brasse, ehemaliger Pfarrer der Stiftberger Marienkirche.

Auch dass das Motiv Abtei, Kloster, Münsterkirche umgesetzt wird, war von Beginn an unstrittig. Hier wurde auf die Vorlagen der Archäologen zurückgegriffen.

Nur beim letzten Thema schieden sich die Geister. Letztendlich setzte sich Heinrich Wemhöner, unterstützt von Paul Otto Walter, durch. Das Friedrichsgymnasium entstand.

Und so nahm der ehemalige Lehrer am Friedrichsgymnasium und Urgestein der Herforder Stadtführer zufrieden ein Stück des Probegusses mit nach Hause.

Am 1. August 2000 war eine Gruppe Kinder zu Gast, die von einem Team des WDR begleitet wurde. Heinrich Wemhöner in seinem Element.

Am 25. September war mit dem Gymnasium das letzte Relief fertig gestellt. Es begannen die Tests mit den Beleuchtungssystemen.

Die Motive wurden mit Polyurethanmasse abgeformt. In die fertigen Formen wurde ein Gips-Kunststoff-Bronze-Gemisch eingegossen. Insgesamt wurde in den oberen 3-5 mm Oberfläche der Platten 60 kg Bronzepulver verarbeitet.

Abgesehen von den deutlich niedrigeren Kosten hat diese Technik den Vorteil, dass der Guss nicht in einer Gießerei durchgeführt werden muss. Nach 30 Minuten konnte das Teil ausformt werden.

Die unspektakuläre, eher unansehnliche Platte wurde mit Schwefelleber behandelt und dann auf Hochglanz poliert. Die Verwandlung war vollkommen.

Im Streiflicht entsteht ein erster Eindruck.

Oft hatte Heinrich Wemhöner stundenlang still bei der Arbeit zugeschaut.

Erst einen Tag vor dem feierlichen Termin wurden die Platten montiert.

Am 30. September 2000, dem Tag des offenen Denkmals, wurden die Reliefs der Öffentlichkeit vorgestellt. Bei strahlendem Sonnenschein zeigte sich, dass Heinrich Wemhöner seinem Ziel, Menschen für Geschichte zu begeistern, wieder ein Stück näher gekommen war.
Heute, mehr als 7 Jahre später, haben sich die Reliefs im Herforder Stadtbild etabliert. Als schönstes Erlebnis bezeichnete Heinrich, wenn Schulklassen vor den Bildern standen und den Herforder Geschichten lauschen. Oft stand er einfach nur dabei.
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