| Bäume in der Stadt |
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Bäume in der Stadt sind ein neuzeitliches Phänomen. Im Mittelalter hatten innerhalb der Stadtmauern, abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen, hauptsächlich Nutzpflanzen ihren Platz. Heute ist die Stadt so grün wie nie.
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Säuleneiche, 3. Aprilwoche
1. Pyramideneiche auch Säuleneiche Quercus robur "Fastigiata"
Die Säuleneiche steht in einem Privatgrundstück Unter den Linden/Ecke Fauler Steg. Sie könnte knapp 100 Jahre alt sein. Die Pyramideneiche ist eine Variation der Stieleiche. Sie zeichnet sich durch ihre säulenförmige Gestalt aus, wächst sehr langsam und kann bis zu 25 m hoch werden. Die älteste bekannte Säuleneiche ist die Schöne Eiche von Babenhausen mit einem Alter von ca. 570 Jahren. |
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Sumpfzypresse, 2. Maiwoche
2. Sumpfzypresse Taxodium distichum (Naturdenkmal)
Unter den Linden auf der Ecke zum Aa-Wiesenpark stehen zwei denkwürdige Bäume direkt nebeneinander. Links der Ginkgo, die Sumpfzypresse rechts daneben (mit der Naturdenkmalmarkierung) ist die größte ihrer Art in Herford. Die Echte Sumpfzypresse ist ein sommergrüner Baum, der bis 35 m hoch wird und einen Stammumfang von gut 5 m erreicht. Sie kann über tausend Jahre alt werden.
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Hängebuche, 3. Aprilwoche
3. Hängebuche Fagus sylvatica „Pendula“
Im selben Garten, links neben dem Ginkgo, steht eine schöne Hängebuche. Der Baum ist eng verwandt mit der Blutbuche und gehört genau wie sie zur Familie der Buchengewächse. Im Volksmund wird die Hängebuche auch Trauerbuche genannt. Aus diesem Grund findet man sie häufig auf Friedhöfen oder in Parks. Der Baum wird bis 30 m hoch, die Krone bis 25 m breit. |
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Schwarzkiefer, 2. Maiwoche
4. Schwarzkiefer Pinus nigra "Austriaca"
Mehrere Schwarzkiefern stehen oberhalb des alten Mühlenkolkes. Es sind große Nadelbäume mit kegelförmiger und im Alter schirmförmiger Krone. Die Schwarzkiefer stammt ursprünglich aus Mittel- und Südeuropa, wo sie wild wächst. Dort erreicht sie freiwachsend eine Höhe von weit über vierzig Metern. In Europa allerdings wird sie kaum halb so hoch. Sogar bei schlechten Bedingungen kann die Schwarzkiefer ein Alter von 600 bis 800 Jahren erreichen.
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Pyramidenpappel, 2. Maiwoche
5. Pyramidenpappel Populus nigra "Italica"
Pyramidenpappeln stehen am Rande der Aa, oberhalb der Herthabrücke. Weitere Exemplare stehen beispielsweise am Schulwall, zwischen Arndtstraße und Aa. Sie erreicht eine durchschnittliche Wuchshöhe von 25 bis 30 m, es wurden aber auch schon Exemplare bis an die 40 m gemessen; ebenso lang können die flach streichenden Starkwurzeln reichen, die dann auch dazu neigen, Boden wie Straßenbelag anzuheben.
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Bergulme, 2. Mailwoche
6. Ulme auch Bergrüster Ulmus glabra (Naturdenkmal)
Neben der Herthabrücke Richtung Deichtor. Dieser Laubbaum wird bis 40 m hoch. Bergulmen können bis 400 Jahre alt werden und einen Stammdurchmesser von 1 bis 2 m erreichen. Eine Besonderheit der Ulmenblätter besteht darin, dass sie nicht symmetrisch sind. Hier an der Aa stehen die letzten zwei Exemplare in Herford. Früher gab es die große Allee am Wilhelmsplatz. Die Ulmenkrankheit droht die mitteleuropäischen Ulmen-Arten auszurotten. Dabei überträgt der Ulmensplintkäfer eine aus Ostasien eingeschleppte Pilzerkrankung. |
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Schwarzkiefer, 3. Aprilwoche 7. Österreichische Schwarzkiefer Pinus nigra „Austriaca“
An verschiedenen Stellen des Walles wächst diese imposante Baumart, unter anderem am Lübbertorwall und direkt am Deichtor. Die Heimat der Schwarzkiefer ist Österreich, wo sie auch Föhre genannt wird. Der Name der seit 1759 kultivierten Schwarzkiefer bezieht sich auf ihr typisches Merkmal, die dunkelgraue Rinde. Es ist einer der schönsten und imposantesten Nadelbäume überhaupt, benötigt allerdings genügend Platz. Sie wächst schnell und kann 20 bis 40 m hoch werden. |
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Linde, 3. Aprilwoche
8. Sommerlinde Tilia platyphyllos
Sie erreicht Wuchshöhen von bis zu 40 m und einen Stammdurchmesser bis zu 1,8 m. Die Sommerlinde blüht im Juni und ist damit in Mitteleuropa die am frühesten blühende Lindenart. Linden werden häufig sehr alt. Der Volksmund behauptet, dass Linden „dreihundert Jahre kommen, dreihundert Jahre stehen und dreihundert Jahre vergehen.“ Die Linde ist der Deutsche Baum, unter ihr wurde getanzt, hier war die Verkündstätte, der Versammlungsort, hier wurde Gericht gehalten. Viele Städte verdanken der Linde ihren Namen. So gibt es in Deutschland insgesamt etwa 850 Orte oder Ortsteile, deren Namen auf den Baum zurückzuführen sind. |
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Spitz-Ahorn, 2. Maiwoche
9. Spitz-Ahorn Acer platanoides
Dieser Spitz-Ahorn steht auf dem Deichtorwall, vor dem Grundstück der ehemaligen Schönfeldschen Villa. Er gehört zu den häufigsten Bäumen in deutschen Städten und ist besonders zu Frühlingsbeginn auffällig, wenn eine Vielzahl gelbgrüner Blütendolden ein frisches, helles Grün zeigen, während viele andere Bäume noch weitgehend kahl sind. Er kann eine durchschnittliche Wuchshöhe von 20 bis 30 m erreichen und etwa 150, maximal 200 Jahre alt werden. Der Spitz-Ahorn ist über weite Teile Europas verbreitet. Er reicht nach Norden bis Mittelschweden und Südfinnland und ist im Osten bis zum Ural verbreitet.
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Platane, 3. Aprilwoche
10. Platane Platanus x aceri (Naturdenkmal)
Das x steht für eine sogenannte Arthybride, also eine Kreuzung zweier Platanenarten.
Die Platane auf dem Rondell hinter der Schönfeldschen Villa ist Naturdenkmal des Kreises Herford. Weitere Exemplare wachsen vom Steintorwall bis zum Schulwall. Die Ahornblättrige Platanen können Wuchshöhen von 25 bis zu 50 m erreichen und über 500 Jahre alt werden. Die Borke blättert jährlich in dünnen Platten ab und hinterlässt das typische Mosaik aus weißlichen und grünlichen Bereichen. Die Blüten der Gewöhnlichen Platane erscheinen mit den Blättern. Die Früchte bleiben den Winter über am Baum, bis die Fruchtstandsachsen zerfasern und die Früchte zu Boden fallen. Platanen wurden erst um 1700 in Europa eingeführt. |
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Eine der beiden Eiben im Garten der Schönfeld'schen Villa, 3. Aprilwoche 11. Eibe auch Taxus Taxus baccata (Naturdenkmal)
Die beiden beeindruckenden Eiben im Garten der Schönfeldschen Villa sind schon einige hundert Jahre alt. Eine Notiz erwähnt, dass sie ehemals im Garten der Reichsabtei Herford standen und nach hierher umgesetzt wurden. Die Eibe ist eine der ältesten Bäume Europas, sie ist seit 600.000 Jahren belegbar. Sie können bis zu 1000 Jahre alt werden. Eiben sind sehr langsam wachsende, immergrüne Sträucher oder kleine bis mittelgroße Bäume und haben die bei Nadelbäumen sehr seltene Eigenschaft, dass sie wieder vom Stamm her ausschlagen können. Wegen seiner Härte und Elastizität galt im Mittelalter Eibenholz als das beste Holz für Bögen.
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Lärche, 2. Maiwoche
12. Lärche Larix decidua
Direkt rechts neben dem Zugang zum Museumskomplex stehen zwei Lärchen. Alle Lärchen-Arten sind sommergrüne Bäume, werfen also im Spätherbst ihre nadelförmigen Blätter ab. Damit sind sie, neben den Goldlärchen, eine der zwei nicht immergrünen Gattungen innerhalb der Kieferngewächse. Nach dem Ausfliegen der Samen verblassen die Zapfen, die erst nach 10 Jahren mit dem Zweig zu Boden fallen. Die Europäische Lärche erreicht eine Höhe von etwa 40 m und kann bis zu 600 Jahre alt werden. |
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Robinie, 3. Aprilwoche
13. Robinie auch Falsche Akazie, Silberregen
oder Scheinakazie Robinia pseudoacacia
Zwischen Rondell und Steintor steht diese Robinie. Ursprünglich aus Nordamerika stammend, wurde sie überall in Europa in Parks und Gärten gepflanzt und kommt mittlerweile auch wild vor. Die Gewöhnliche Robinie ist ein Baum, der ursprünglich im atlantischen Nordamerika beheimatet ist und erst nach 1492 in Europa eingeführt wurde. Robinien können 100-200 Jahre alt werden. Samen, Früchte, Blätter und Rinde sind giftig! Die Bäume haben eine rundliche oder locker schirmartige Krone, die im Freistand Höhen von 12 bis 20 m und im geschlossenen Bestand Wuchshöhen von 20 bis 30 m erreichen kann. |
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Urweltmammutbaum, 3. Aprilwoche
14. Mammutbaum Metasequoia glyptostroboides (Naturdenkmal)
Es gibt in Herford mehrere Mammutbäume, zwei stehen direkt nebeneinander. Wenn man durch die Unterführung vom Steintor Richtung Bahnhof geht, trennt sich danach der Weg Richtung Steintorwall und Richtung Bahnhof. Die Bäume stehen nur wenige Meter hinter der Brücke auf dem Ufer zur Bahnhofseite. Der Urweltmammutbaum galt schon als ausgestorben und war gerade im Jahre 1941 anhand von Versteinerungen beschrieben worden, als im selben Jahr lebende Exemplare in China gefunden wurden. Der Baum kann 35 m hoch werden. Einer der "ältesten" Urweltmammutbäume Deutschlands ist auf der Insel Mainau zu finden, wo er 1952 als 70 cm großes Bäumchen im Ufergarten ausgepflanzt worden war.
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Esche, Weißdorn
15. Esche Fraxinus excelsior mit Weißdorn Crataegus
Am Ufer der Aa, wenige Meter flussaufwärts der Freya-Brücke, wachsen eine kleinere Esche und ein Weißdorn einträchtig nebeneinander. Die Gemeine Esche kann bis zu 40 m hoch werden und einen Stammdurchmesser von bis zu 2 m erreichen. Ihr Höchstalter liegt bei ca. 300 Jahre. Durch ihre guten Festigkeitseigenschaften wird das Eschenholz in der Wagnerei, für Sportgeräte (Schlitten, Speere, Bogen) und Werkzeugstiele eingesetzt. Außerdem ist sie ein klassisches Tonholz und findet beim Bau von Gitarren und Bässen Verwendung.
Als Gattung sind Weißdorne vergleichsweise einheitlich und einfach zu bestimmen. Sie sind sommergrüne Sträucher oder kleine, rundkronige Bäume, die dicht verzweigt und normalerweise dornig sind. Weißdorn liebt Sonnenlicht, gedeiht aber auch gut im Halbschatten und kommt in Hecken und Gebüschen vor. Im Mittelalter wurden auch die undurchdringlichen Landwehren damit bepflanzt. Weißdorn wird mehrere Meter hoch und bis zu 500 Jahre alt. Er ist immer mit bis zu 2,5 cm langen Dornen bewehrt. |
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Hemlocktanne, 3. Aprilwoche
16. Hemlocktanne Tsuga canadensis
1885 entstand der Stadtteil Am Bügel am Wilhelmsplatz. Auf dem und um den Platz wurden immer wieder interessante Bäume gepflanzt. Dazu gehört diese Hemlocktanne, die als immergrünes Nadelgehölz bis 10 m hoch werden kann. Seinen eleganten und weit ausladenden Wuchs verdankt es den horizontal abstehenden Ästen, den dünnen nickenden Zweigenden und dem überhängenden Wipfel. Die Zweige der Hemlocktanne sind mit weichen, frischgrünen Nadeln besetzt, die im Austrieb hellgrün sind. Die Hemlocktanne verbindet wie nur wenige andere Pflanzen einen eleganten, locker anmutenden Wuchs mit einem immergrünen, dichten Nadelkleid.
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Europäische Lärche, 4. Aprilwoche
17. Europäische Lärche Larix decidua
Direkt neben einer Blutbuche auf dem Wilhelmsplatz steht eine Europäische Lärche. Im Hintergrund ist die Petrikirche zu erkennen. Die Lärche ist in Europa heimisch; sie überdauerte die letzte Eiszeit vermutlich in den Karpaten. Heute wird sie überall in Europa angepflanzt und ist ein häufiger Waldbaum. Die Europäische Lärche wird normal bis 600 Jahre alt und 54 m hoch. Im Wallis wurde vor einigen Jahren ein 30 m hoher Baum mit 686 Jahresringen gefällt. Die Europäische Lärche ist der einzige in Europa heimische laubabwerfende Nadelbaum.
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Trompetenbaum, 3. Aprilwoche
18. Gewöhnlicher Trompetenbaum Catalpa bignonioides
Am Wilhelmsplatz, an der Ecke zur Augustastraße steht diese Catalpa bignonioides. Im Hintergrund ist die Villa des Architekten König zu erkennen. Wie andere Trompetenbäume treibt sie zwar erst spät im Frühling aus, dafür haben sie bis zu 30 cm lange Blüten-Rispen von fast tropischer Schönheit mitten im Hochsommer. Sie reifen zu ebenso auffälligen langen Früchten heran, die aussehen wie Zigarren oder Bohnen und bis weit ins nächste Jahr hängen bleiben. Im Frühjahr treibt er relativ spät seine Blätter aus, blüht darauf hin und verliert nach den ersten Nachtfrösten im Herbst als einer der ersten Bäume seine Blätter. Deswegen wird er auch scherzhaft "Beamtenbaum" genannt: kommt spät, geht früh.
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Großblättrige Pappel, 3. Aprilwoche
19. Großblättrige Pappel Populus lasiocarpa
Eine noch relativ junge Großblättrige Pappel steht ebenfalls auf dem Wilhelmsplatz.
Diese Sonderform erreicht Wuchshöhen von 20 m. Der Stamm ist gewöhnlich aufrecht, die Borke ist rauh oder glatt und häufig grau. Ihren Namen hat sie von ihren außergewöhnlich großen Blättern. Sie sind eiförmig, 15-30 cm lang und zugespitzt. Selbst der Stiel ist 5-10 cm lang. Pappeln werden meist 100 bis 200 Jahre alt.
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Blutbuche, 1. Maiwoche
20. Blutbuche, Fagus sylvatica f. purpurea
Blutbuchen gehören zu den beeindruckendsden Gehölzen. Ein schönes Exemplar steht am Lübbertorwall vor der Villa Böckelmann. Die Blutbuche, so genannt wegen ihrer rötlichen Blätter, verliert im Lauf der Vegetationsperiode die rote Farbe. Sie vergrünt allmählich und ist im Herbst kaum noch als Blutbuche zu erkennen. Blutbuchen sind bereits seit dem 15. Jahrhundert bekannt, können 30 m hoch und über 200 Jahre alt werden. Der Ursprung des Wortes Buch wird auf die Buche zurückgeführt, da Bücherseiten einst in Deckel aus Buchenholz eingebunden wurden. |
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Serbische Fichte, 4. Aprilwoche
21. Serbische Fichte Picea omorika
Auf einem Privatgrundstück auf dem Lübbertorwall steht diese Serbische Fichte. 1875 wurde die Urform im heutigen Restjugoslawien entdeckt. Allgemein wird die Serbische Fichte für ein Relikt aus der Tertiärzeit gehalten. Als Zierform ist die Serbische Fichte heute in Europa und Nordamerika weit verbreitet. Es ist ein aufrecht wachsender, immergrüner Baum, der in der Regel bis zu 30 m hoch wird. Unter guten Bedingungen wurden auch schon 50 m gemessen. Das normale Alter ist etwa 100 bis 150 Jahre.
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Rosskastanie, 1. Maiwoche
22. Rosskastanie Aesculus hippocastanum
Diese Exemplare stehen am Lübbertor, unmittelbar an der Unterführung. Ihren deutschen Namen erhielt die Rosskastanie weil mit ihren Extrakten anfangs Pferde gegen Husten und Würmer behandelt wurden. Die Gewöhnliche Rosskastanie ist schnell wachsend und kann Wuchshöhen von bis zu 30 m erreichen. Sie kann ein Alter von bis zu 300 Jahren erreichen. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts gelangte sie erstmals nach Mitteleuropa und setzte sich rasch als Zierbaum im Stadtgebiet oder als Wildfutterlieferant in Wäldern durch. Mit der Rosskastanienminiermotte ist in den letzten Jahren ein gefährlicher Schädling aus dem südosteuropäischen Raum eingewandert. Bei stark betroffenen Bäumen fallen die Blätter bereits im Frühsommer ab.
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Flügelnuss, 4. Aprilwoche
23 Kaukasische Flügelnuss
Pterocarya fraxinifolia.Am Bergertor, am ehemaligen Abzweig der Bowerre steht eine Flügelnuss. Der Baum erreicht Wuchshöhen bis 25 m. Die Kaukasische Flügelnuss ist in den Bergwäldern vom Kaukasus bis zum nördlichen Iran verbreitet und wird seit etwa 150 Jahren auch außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes in Parkanlagen und großen Gärten angepflanzt. Die geflügelten, einsamigen Nussfrüchte sitzen an einer 20 - 45 cm langen Spindel wie aufgeschnürt und hängen noch in der Winterzeit am Baum. Jede Nuss wird becherförmig von zwei halbkreisförmigen, 1,5 - 2 cm langen Flügeln umhüllt, deshalb der Name Flügelnuss. |
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Silber-Weide, Juli 2006
24. Silber-Weide Salix alba
Am Bergertor stehen noch Weiden, die vor fast 40 Jahren das Ufer der zugeschütteten Bowerre säumten. Wegen ihrer guten Bewurzelungseigenschaft und den geringen Ansprüchen an den Boden werden Weiden häufig zur Befestigung des Bodens im Uferbereich verwendet. Baumweiden erreichen selten ein Alter von mehr als 80 Jahren. Die Silber-Weide kann eine Wuchshöhe bis zu 35 m erreichen. Weidenzweige waren früher wichtig im Bauhandwerk. So kommt der Begriff Wand von "winden", von der Herstellungsweise der aus Weiden oder Haselnuss gewundenen Grundkonstruktion.
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Ginkobäume, 4. Aprilwoche
25. Ginkgo Ginkgo biloba
Am Pöppelmann-Wall gibt es eine Reihe Ginkgobäume, die vor einigen Jahren als Ersatz für Ahornbäume gepflanzt wurden. Im Stadtgebiet gibt es mehrere dieser als lebendes Fossil bekannten Baumart. Der Baum stammt aus Ostasien und wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht. Seit 1730 wird er als Zierbaum gepflanzt. Er erreicht in etwa 100 Jahren eine Höhe von bis zu 40 m. Der Ginkgo ist zweihäusig, es existieren also männliche und weibliche Pflanzen. In Asien sind Bäume bekannt, die ein Alter von 1.000 Jahren erreicht haben sollen. Der älteste Ginkgo Deutschlands wurde etwa im Jahr 1750 gepflanzt und steht im Frankfurter Stadtteil Rödelheim.
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Esskastanie, 4. Aprilwoche
26. Esskastanie Castanea sativa
Unmittelbar am Renntorwall vor dem Mathilden-Krankenhaus wächst diese Esskastanie. Trotz einiger ähnlicher Merkmale sind Edelkastanie und Rosskastanie nicht näher verwandt. Während die Edelkastanie zur Familie der Buchengewächse gehört, zählt die Rosskastanie zu den Seifenbaumgewächsen, was jeder bestätigen kann, der jemals in eine Rosskastanie gebissen hat. Die Edelkastanie kann zwischen 10-30 m hoch und über 1000 Jahre alt werden. Sie stammt ursprünglich aus Kleinasien und hat sich vom Mittelmeergebiet bis zum Kaukasus verbreitet. Erst nach ca. 20 Jahren trägt ein Baum Früchte, die grün und stachelig sind.
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Amerikanische Gleditschie, 4. Aprilwoche
27. Amerikanische Gleditschie Gleditsia triacanthos
In der Nähe des Spielplatzes im Aa-Wiesen Park steht ein mit langen Dornen bewehrter Baum. Die Amerikanische Gleditschie ist in den zentralen und östlichen Teilen der USA beheimatet. Wegen ihrer Anspruchslosigkeit wird die Art in Mitteleuropa gelegentlich auch als Straßenbaum verwendet. Der Baum wird bis zu 20 m hoch. Der Stamm ist mit großen Büscheln starker, verzweigter Dornen bewehrt, die bis 30 cm lang sind, was zu der Bezeichnung "Falscher Christusdorn" geführt hat.
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Mammutbaum, 4. Aprilwoche
28. Mammutbaum Sequoioideae
Vor etwa 35 Jahren wurde im Aa-Wiesenpark ein ganz besonderer Baum gepflanzt, ein Mammutbaum. Er steht nur wenige Meter hinter den Villen am Wall. Die Mammutbäume gehören zu den bekanntesten Bäumen der Welt. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es sie als seltene Parkbäume auch in Mitteleuropa. Hier werden sie selten höher als 30 m, in ihrer Heimat sind jedoch bis 120 m hohe Exemplare bekannt. Das dickste bekannte Exemplar hat einen Stammdurchmesser von knapp 13 m. Die ältesten dieser Bäume sollen über 2500 Jahre alt sein.
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Das war unser kleiner Rundgang. Sie vermissen die Tanne, Eiche oder Birke? Es gibt noch viel mehr Bäume am Wall, die hier leider keine Erwähnung fanden. Gehen Sie doch selbst einmal los und versuchen Sie, Bäume zu bestimmen. Nehmen Sie nicht nur den Hund, sondern auch Ihre Kinder und Enkel mit.
Vielleicht gibt es auch in Herford einmal kleine Hinweise direkt an den Bäumen, damit man sofort weiß, wer oder was einem da gegenüber steht.
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